Johann Peter Hebels Kalendergeschichten – heute gelesen

Johann Peter Hebel (1760–1826) hat mit seinen Kalendertexten Literaturgeschichte geschrieben. Der Philosoph Ernst Bloch nannte sein «Unverhofftes Wiedersehen» kurzerhand «die schönste Geschichte der Welt». Hebels 200. Todestag gibt Anlass, sich dem Werk des Theologen und Kalendermachers neu zuzuwenden: Was macht seine Erzählungen so einzigartig? Welche Entdeckungen lassen sich in seinen unbekannteren Texten machen? Und wo bleiben uns seine moralischen Geschichten vielleicht auch fremd?

Die Veranstaltung lädt dazu ein, diesen Fragen anhand von zwei Neuerscheinungen nachzugehen. Der Band «Merkwürdigkeiten» bietet eine doppelte Auswahl aus Hebels Kalendertexten: einerseits sein legendäres «Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes» (1811), andererseits eine Sammlung weniger bekannter Erzählungen der späteren Jahrgänge. Der zweite Band versammelt «Hebel Wirkungen», nämlich 30 Reaktionen zeitgenössischer Schreibender auf Texte des Autors. So verschieden diese literarischen Antworten ausfallen: Sie alle geben Aufschluss über die Eigenart und Aktualität der Geschichten des «Hausfreundes» Hebel.

Mit der Autorin Romana Ganzoni und den Herausgebern Andreas Lang und Andreas Mauz
Lesung der Hebel-Texte: Miriam Japp (Theater Neumarkt, Zürich)

Ort: Zentralbibliothek Solothurn, Querbau
Zeit: Mittwoch, 14.10.2026, 19:00 bis 20:30 | Einlass ab 18:30 Uhr

Im Anschluss Apéro

Eintritt: CHF 15.–

Anmeldung via Eventfrog – limitierte Platzzahl